Die ersten Tage von Askurious (2/3): Vom Prototyp zum Werkzeug
Teil 1 endete mit einem Befragungswerkzeug, das schon nach einem einzigen Tag fertig aussah.
In den Tagen zwei bis vier ging es darum, daraus etwas zu machen, das Forschende wirklich nutzen können.
Zwei Namen an einem Tag
Zuerst brauchte es einen Namen.
Anfangs hieß das Tool Queryous, bis es aus markenrechtlichen Gründen zu Askurious wurde.
Am selben Tag kamen die Nutzungsbedingungen und eine informierte Einwilligung für die Teilnehmenden dazu, die sich anhand vorab definierter Fragen (Ethikvotum, Alter, Open Data, ...) formulieren lässt.
Was Forschenden auffällt
Jede Änderung entstand aus typischen Praxiserfahrungen:
- ein Papierkorb für gelöschte Fragen, sieben Tage aufbewahrt und wiederherstellbar
- Antwortskalen über „stimme gar nicht zu“ bis „stimme voll zu“ hinaus
- eine optionale Erklärseite vor einer Conjoint-Aufgabe
- ein Feedback-Dialog, um Verbesserungen am Tool vorzuschlagen
Nichts davon stünde auf einer Funktionsliste.
Alles davon merkt man, wenn zum ersten Mal jemand eine Stunde vor dem Feldstart den falschen Block löscht.
Die Liste für später schrumpft
Nach und nach wurde die Liste für später abgearbeitet.
Neue Wünsche kamen hinzu, andere wurden umgesetzt:
- Bearbeitungszeiten und eine Markierung für Speeder
- der SPSS-Export, erst als Syntax, am Abend als echte .sav-Datei mit Variablen- und Wertelabels und Messniveaus
- ein kleiner Rechner für den benötigten Stichprobenumfang
- Rollen in einer Befragung: Admin, Bearbeiten, Ansehen
- kurze Codes und QR-Codes für den Teilnahmelink
- KI an verschiedenen Stellen, die aber immer ein Vorschlag bleibt
Der vierte Tag brachte auch die erste KI-Funktion, bei der es nicht um Bilder ging: Ideen für Konstrukte und Entwürfe für Skalen aus einer Forschungsfrage.
Hier gehen Askurious und PULP bewusst getrennte Wege: Bei PULP gehen die Fragen des Modells direkt in die Studie. In Askurious bleiben sie gekennzeichnet. Nichts kommt in den Fragebogen, ohne dass es vorher gesichtet wird.
Der vierte Tag endete mit 35 Commits. Der fünfte hatte 135 und einen zweiten Autor. Weiter geht es in Teil 3.